Aktionsbericht zur Demonstration am 20. u. 21.04.2013 gegen den „Circus Arena“

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Aktionsbericht:

Am 20.04. und 21.04.2013 von 13:30 bis 15:30 Uhr wurde gegen die Tierausbeutung im „Circus Arena“ in Hamburg-Wandsbek demonstriert.
Erfreulicherweise konnte die Demonstration direkt neben dem Zirkus angemeldet werden.

Während am 20.04. ungefähr 20 Teilnehmer*innen lautstark ihre Anliegen wie „Tierausbeutung stopp, Arena Boykott!“ und „Was gibt es da zu lachen, wenn Peitschen krachen!?!“ skandierten, ging es am 21.04. mit 10 Teilnehmer*innen ruhiger zu. Ähnlich verhielt es sich mit der Besucheranzahl, am 20.04. kamen mehr Menschen, da Mütter freien Eintritt hatten.

Auch das Polizeiaufgebot hielt sich in Grenzen. Am 20.04. war ein Beamter abgestellt, am 21.04. wurden die Demonstrant*innen nur noch kurz begrüßt und dann ohne „Polizeischutz“ gelassen. Dieser „Polizeischutz“ ist jedoch ohnehin fraglich, wie beispielsweise das parteiliche Auftreten der Beamten gegenüber den Betreibern des „Circus Belly“ während der letzten Demonstrationen am 23.04.und 24.03.2013. Auch der am Samstag abgestellte Beamte fiel durch seine längeren Gespräche mit Zirkusmitarbeiter*innen nicht gerade durch neutrales Verhalten auf.

Nachdem sich am Sonntag die Beamt*innen entfernt hatten, versammelten sich fünf Zirkusmitarbeiter vor den Demonstrant*innen. Sie versuchten, die Sinnhaftigkeit der Demonstration in Frage zu stellen und mit halbdurchdachten Bemerkungen zu provozieren. Unter anderem wurde mal wieder das Argument des gefangen gehaltenen Haustieres hervorgekramt. Deutlich wurde in dem Kontakt mit den Zirkusmitarbeitern, dass sie „ihre“ Tiere als ihr Eigentum und als Arbeitsinstrument sehen.

Auch von der angekündigten „vorbildlichen Tierhaltung“ war nichts zu sehen. Stattdessen wurden die Kamele, Ziegen, Ponys und Pferde in einem Zelt neben dem Aufführungszelt untergebracht. Das bedeutete für die Tiere, absolut ohne Auslauf und an einer stark befahrenen Straße im dunklen Zirkuszelt bis zur nächsten Probe oder Vorstellung auszuharren. Ein Leben zwischen Langeweile und Stress und ohne Rücksichtnahme auf das Sozialverhalten der Tiere. Beispielsweise toben Pferde gerne zusammen herum oder suchen die körperliche Nähe ihrer Artgenossen.

Unser Fazit:
Wieder konnten wir uns über neue Teilnehmer*innen freuen. Die durch uns nicht nur Informationen zum Thema Zirkus, sondern auch allgemein über Veganismus und Tierbefreiung erhalten haben.
Die Bekanntschaft mit weiteren Zirkusmitarbeiter*innen brachte uns kaum neue Erkenntnisse.
Zwischen den Eltern und ihren Kindern konnten wir nur wenig Interaktion und Kommunikation beobachten. Wir hätten uns gewünscht, dass Eltern ihre Kinder über die Situation vor dem Zirkus aufklärten.

Unser Apell:
Kinder sollten nicht passiv am Zirkus teilnehmen, sondern sich aktiv beteiligen. Die Gelegenheit dafür bieten sogenannte „Mitmach- Zirkusse“- natürlich ohne Tiere. Die „Mitmach“- Zirkusse fördern die Geschicklichkeit, die Beweglichkeit und das Selbstvertrauen der Kinder.