Archiv für August 2013

8. September 2013: Veganes Grillen & Demo vor McDonald’s in der Schanze

Das Angenehme mit dem Wichtigen verbinden könnte als Überschrift für diese Veranstaltung stehen. Gemeinsam richten Vegane Bewegung und Animal Liberation Network am 8. September das nächste vegane Grillen im Schanzenpark aus und verbinden dies mit einer angemeldeten Demonstration vor McDonald’s. Wir laden alle herzlich ein, sich sowohl dem einen als auch dem anderen zahlreich und begeistert anzuschließen.

Gegrillt wird ab 14 Uhr bis open end im Schanzenpark, die Demo ist zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr vor dem Eingang der McDonald’s Filiale an der S-Bahn-Station Sternschanze. Ihr könnt also gemütlich zwischen beiden Veranstaltungen pendeln und von allem ausreichend kosten und probieren, um dann gestärkt die Demo zu unterstützen.

Die Veranstaltung bei Facebook.

McDonald’s steht exemplarisch für ein System, in dem sich Unternehmen auf Kosten ermordeter Tiere, ausgebeuteter Menschen und zerstörter Natur breitmachen und bereichern. Wir treten für die Sichtbarmachung der Tiere ein, die täglich durch Unternehmen wie McDonald’s Gewalt erfahren und verdinglicht werden. Insbesondere „Nutz“tiere sind oft unsichtbar, weil sie abgeschottet von den Lebenswirklichkeiten der meisten Menschen hinter hohen Mauern leben müssen. Oder sind nach ihrer Ermordung unsichtbar gemacht, weil sie der ökonomische Prozess in die Formen von Scheiben, Würsten, Burgern und Nuggets presst.

Diese versteckte und verschleierte Benutzung und die an ihnen angewendete Gewalt ist nur möglich, weil Tiere als minderwertig angesehen werden und ihr Leben als weniger Wert abgestempelt wird. Ihr Wert ergibt sich alleine aus dem finanziellen Erfolg, der sich mit ihrer Vermarktung und Verwertung erzielen lässt. Daraus erfolgt der nahezu ungeschützte Ge- und Verbrauch ihrer Körper, gilt wie ein Naturgesetz als normal, selbstverständlich und unveränderbar. Alleine die Spezieszugehörigkeit soll ihre Nutzung rechtfertigen: Sie sind die anderen, die Tiere, wir sind die Menschen. Die Benennung und Einteilung “Nutztier” entscheidet die Größe des Stalls, die Fütterungszeiten, den Verwendungszweck, die Transportdauer, das Alter der Trennung von der Mutter, die Arten der körperlichen Verstümmelungen und den Zeitpunkt der Ermordung.

Diese Reglementierungen beschränken sich auf die Arten der Ausbeutung und Gewaltanwendung, stellen diese jedoch nicht grundsätzlich infrage. Aus grundlegenden ethischen Überlegungen und Betrachtungen schließen wir die Tiere aus. Interessen und Rechte, die wir uns selbst zugestehen und uns über Jahrhunderte erkämpft haben – die also keineswegs normal und selbstverständlich sind oder schon immer da waren – gestehen wir Tieren nicht zu. Willkürlich aberkennen wir Tieren ihre Rechte und ihre Interessen auf Freiheit und Unversehrtheit.

Tiere sind keine Ressourcen oder Waren, deshalb fordern wir die Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnisse zu beenden, in denen wir Menschen für Tiere entscheiden, welche Bedürfnisse und Zwecke sie für uns zu erfüllen haben.

Aktionsbericht zur Demonstration am 04.08.2013 im Terminal 1 – Hamburg Airport

Am 04.08.2013 fand erneut eine Demo gegen den Transport von „Versuchs“tieren durch Air France-KLM am Hamburger Airport statt. Trotz des guten Wetters fanden sich 15 Aktivist_innen ein, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Wie schon bei den im 2-wöchigen Rhythmus zuvor stattgefundenen Demos wurden auch an diesem Tag wieder Flyer verteilt, Schilder und Transparente gehalten und Flug-Passagier_innen über das grausame Geschäft von Air France-KLM in Gesprächen aufgeklärt.

Auch neue Gesichter durften wir wieder in unseren Reihen begrüßen, was immer wieder schön anzusehen ist.

Danke auch an dieser Stelle an alle Menschen, die mit uns vor Ort waren und wir sehen uns dann wieder am 18.08.2013 im Hamburger Airport, Terminal 1. ;-)

Fotos der Kundgebung in super Qualität findet ihr bei flickr.
An dieser Stelle ein ♥liches Dankeschön an den Fotografen!

8. und 9. November 2013: Einladung von Assoziation Dämmerung zur Herbstakademie „Tierbefreiung & Revolutionäre Realpolitik“

Am 8. und 9. November 2013 lädt die Assoziation Dämmerung zur Herbstakademie nach Hamburg ein.
Inwieweit „Tierbefreiung & Revolutionäre Realpolitik“ tatsächlich „One Struggle – One Fight!?“ mit radikalen ökologischen und sozialen Bewegungen ist oder sein könnte, wird in Workshops und Podiumsdiskussionen ergründet und erarbeitet.

ONE STRUGGLE – ONE FIGHT!?
Die Welthungerberichte der vergangenen Jahre oder der gegenwärtige „Eier-Skandal“ – sie machen deutlich, dass die Auswüchse kapitalistischer Lebensmittel-, insbesondere der Fleischproduktion, zumindest in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert werden. Veganismus als „Lifestyle“ erlebt einen regelrechten Boom, und die Chancen für prominent platzierte Hinweise auf das Elend der industriellen Massentötung von Tieren standen schon schlechter. Für die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung eine günstige Situation, um gemeinsam mit ökologischen und sozialen Bewegungen radikale antikapitalistische Forderungen zu stellen.

Doch das geschieht nicht. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung verfügt über kein politisches Theoriekonzept, keine Gesellschaftsanalyse und ist sich über den gemeinsamen Nenner mit anderen linken Bewegungen nicht im Klaren. Ihre Kritik an der Massenproduktion der Ware Tier bleibt bürgerlich und moralisch und wahrt Distanz zu antikapitalistischen Ansätzen – auch der „autonome Antispeziesismus“ ist dazu keine Alternative. Wird die Bewegung aktiv, handelt sie vielfach unmittelbar systemkritisch – macht sich das aber nicht bewusst. Auf der anderen Seite haben traditionell sozialistische Bewegungen oftmals prinzipielle Vorbehalte gegen die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Sie wird nicht nur als „Single-Issue“-Bewegung wahrgenommen, der es an einer Perspektive zur Überwindung der herrschenden Gesellschaftsordnung fehle, sondern die Befreiung der Tiere wird gänzlich aus der linken Agenda ausgeschlossen.

Die falsche beiderseitige Distanz wollen wir mit unserer Akademie verringern. Wir wollen deutlich machen, warum die Befreiung von Mensch und Tier ohne Kapitalismuskritik nicht zu haben ist und warum andererseits Kapitalismuskritik nicht fundamental ist, wenn sie nicht auch das Verhältnis zur Natur (und zu den Tieren im Besonderen) mit in den Blick nimmt.

In Workshops und Podiumsdiskussionen mit Vertretern linker Organisationen wollen wir die Gemeinsamkeiten herausarbeiten und so Grundlagen schaffen, auf denen eine revolutionäre Realpolitik aufbauen kann zur Überwindung gesellschaftlicher Zustände, in denen längst nicht nur der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

Flyer:
Hier gibt es den Mobi-Flyer zum Herunterladen.

Weitere Informationen:
Programm, Mobi-Video und Weiteres auf der Infoseite zur Herbstakademie.

18.08.2013: Demonstration gegen den Transport von „Versuchs“tieren durch Air France-KLM

Bilder der Kundgebung vom 04.08.2013 findet ihr auf flickr.

Aufruf:
Die nächste Kundgebung findet am 18.08.2013 von 16 bis 18 Uhr im Hamburger Flughafen, Terminal 1, Ebene 1 (neben den Rolltreppen zur Gastroebene) statt.

Die Veranstaltung bei facebook.

Anreise:
Mit der S1 Richtung Airport/Poppenbüttel. Achtet darauf, dass Ihr in den vorderen 3 Wagen sitzt, denn nur die fahren direkt zum Airport. Falls Ihr in einem der hinteren Wagen sitzen solltet, habt Ihr in Ohlsdorf ca. 3 Minuten Zeit, nochmal umzusteigen.

Mit dem Auto empfiehlt es sich, an der Bahnstation Ohlsdorf auf einen kostenlosen Park&Ride-Parkplatz auszuweichen, da die Parkgebühren am Flughafen sehr teuer sind. Von da ist es nur noch eine Station bis zum Flughafen.

Lesestoff:
Auf der Webseite Tierrechtsbewegung.info wurde ein herausragender Artikel zur Stop Vivisection-Kampagne veröffentlicht, welcher äußerst lesenswert ist. Der Text berichtet über das Aktionswochenende und zivilen Ungehorsam der vergangenen Monate. Zudem werden Hintergrundinformationen zur Kampagne beleuchtet.

07.09.2013: Demonstration gegen die Norla-Messe in Rendsburg 2013

Aktionsbündnis gegen die Norla 2013

2011 hat Tierbefreiung Hamburg u.a. mit Kieler AktivistInnen Proteste gegen die in Rendsburg (Schleswig-Holstein) stattfindende Landwirschaftsmesse Norla (Norddeutsche Landwirtschaftliche Fachausstellung) organisiert. Gemeinsam mit Tierbefreiung Hamburg und der Ariwa Ortsgruppe Hamburg sind wir in diesem Jahr Unterstützer*innen des Aktionsbündnisses „Norla Stoppen“.

Für den 7. September ruft das Aktionsbündnis ab 11 Uhr zu einer Demonstration vor der „Norla“ in Rendsburg auf. Zusammen mit euch werden wir laut und sichtbar gegen diese die Tierausbeutung zelebrierende und verniedlichende Messe protestieren.

Demo-Aufruf:

7. September 2013, ab 11 Uhr, Messegelände Am Kamp 15 – 17, Rendsburg

Nachdem erstmals 2011 mit einem Aktionstag gegen Propaganda der Tierausbeutungsindustrie auf der „Norla“ (Norddeutsche Landwirtschaftliche Fachausstellung) vorgegangen wurde, rufen wir als Teil der Tierbefreiungsbewegung mit einer Demonstration sowie weiteren kreativen Aktionen in diesem Jahr zu erneutem Protest auf. Wir wollen deutlich machen, dass die Haltung und Nutzung von Tieren für die Nahrungsmittelproduktion und ähnliche Zwecke immer mit nicht zu rechtfertigender Gewalt einhergeht, und das die tiernutzende Industrie ihren Profit nicht mehr ungestört und ohne Widerstand erwirtschaften kann.

Bei der “Norla” treffen sich unterschiedliche Branchen und Unternehmen, um sich geschäftlich zu vernetzen und die neuesten technischen Entwicklungen der Tierausbeutungsindustrien zu zelebrieren. Sie alle verfolgen das Ziel, die Verwertung tierlicher Individuen noch effizienter und produktiver umzusetzen.

Zusätzlich dient die Messe mittlerweile mit vielen tierbezogenen Programmpunkten und Attraktionen als Verbraucher- und Familienevent. Einzelne vorgeführte und ausgestellte Tiere – die „Milch“Kuh, das „Fleisch“Rind, das „Woll“Schaf – sollen stellvertretend die Rolle für ihre Millionen nachgezüchteten, eingesperrten und verbrauchten Geschwister übernehmen. Derart verharmlost und beschönigt präsentiert, versuchen die Wirtschaftsunternehmen, deren einziges Ziel darin besteht Tiere effektiv und gewinnorientiert zu vermehren und als Waren zu vermarkten, sich damit ein freundliches Image zu verschaffen.

Doch Tiere sind keine Ware, und gehören weder in Messehallen noch in Mastställe, Versuchslabore, Pelzfarmen oder Schlachtfabriken. Deswegen werden wir die Forderung nach einem Ende der systematischen Gewalt an Tieren anlässlich der “Norla” unüberseh- und -hörbar machen. Veranstaltungen wie diese und das Unrecht, welches sie repräsentieren, müssen ein Ende haben!

Schließt euch am 7. September ab 11 Uhr in Rendsburg lautstark und zahlreich der Demonstration gegen die Gewalt an Tieren an und unterstützt den Protest gegen die Verherrlichung und Verharmlosung von Tierausbeutung.

Weitere Informationen zu Ablauf, Anreise, Verpflegung etc. werden in den kommenden Tagen auf der Webseite veröffentlicht.

Aktionsbündnis „Norla Stoppen“

Ariwa Ortsgruppe Hamburg
Animal Liberation Network
Tierbefreiung Hamburg