Archiv für Januar 2014

Kampagne gegen Schlachtfabriken enttarnt Polizei-Spitzel – Demonstration am 08.02.2014 in Hannover

Kriminell ist das System – Nicht der Widerstand!

In Niedersachsen ist unlängst ein V-Mann des Landeskriminalamtes enttarnt worden. Ralf Gross hatte seit dem Frühjahr 2012 Tierrechtsgruppen infiltriert. Im Mittelpunkt seines Einsatzes stand offensichtlich die Kampagne gegen die Schlachtfabriken und Mastanlagen in Norddeutschland. Gross interessierte sich aber auch für weitere Kampagnen der Tierbefreiungsbewegung u.a. die Kampagne LPT-Schließen sowie für die Waldbesetzung im Hambacher Forst, überregionale Anti-Repressions- und lokale Antifa-Strukturen.

Das Kampagnenbündnis Schlachtfabriken verhindern hat den Fall ausführlich dokumentiert und ruft für Samstag, den 08.02., zu einer Demonstration gegen Überwachung und Tierfabriken in Hannover auf. Start der Demo ist am Steintor (nähe Hauptbahnhof) um 13 Uhr. Aus Hamburg wird es eine gemeinsame Anreise mit den Regionalbahnen der Bahn geben. Treffpunkt ist 10 Uhr (pünktlich) am Reisezentrum (Wandelhalle).

Weitere Informationen
Schlachtfabriken verhindern | Antiindustryfarm-Blog
Artikel | NDR
Fernsehbeitrag | NDR
Radiobeitrag | NDR
Interview mit einer Betroffenen | Tierrechtsbewegung.info
Artikel | taz
Artikel | Junge Welt
Schöner Leben ohne Spitzel | Ratgeber Antifaschistische Linke Berlin – ALB

Demonstration gegen den Pelzverkauf bei Bogner am 07.02.2014

Demonstration gegen den Pelzverkauf bei Bogner am 07.02.2014

Die Demonstration gegen den Pelzhandel bei Bogner findet am 7. Februar von 16 – 19 Uhr am Rathausmarkt 4 in 20095, Hamburg ‎statt.
Sie ist eine gemeinschaftliche Beteiligung Hamburger Tierrechts- und Tierbefreiungsgruppen am Aktionstag gegen Pelzverkauf bei BOGNER, zu dem die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) und die tierbefreier e.V. für den 7. Februar 2014 aufrufen.

Zum 18. Mal wurde der Winter- und Sportbekleidungshersteller BOGNER ausgewählt die deutschen Sportler_innen für die Winterolympiade auszustatten. Zum 18. Mal wird das Unternehmen dabei Pelz als harmloses und schickes Modeaccessoire in Form von Pelzbesätzen und ähnlichem präsentieren. Denn BOGNER gehört zu den letzten Unternehmen aus Deutschland, die noch immer am blutigen Handel mit Pelzen festhalten – und dies obwohl das Unternehmen von der OGPI bereits ausführlich über die grausamen Hintergründe des Pelzhandels aufgeklärt wurde und auch schon mehrmals Ziel von Anti-Pelz Protesten war.

Trotzdem lässt die Unternehmensleitung nicht von Echtpelz in den Kollektionen ab. Offenbar interessiert es BOGNER nicht, dass Tiere für den Unternehmensprofit ermordet werden, denn bisher ignorierte das Unternehmen jedes Gesprächsangebot. Am 7. Februar werden die deutschen Sportler_innen der Eröffnungsfeier der Winterolympiade 2014 in russischen Sotchi abermals in Kleidung von BOGNER beiwohnen.

Lasst uns diesen Tag zum Anlass nehmen, um vor vielen BOGNER-Filialen zu protestieren und einen unverzüglichen, unbefristeten und vollumfänglichen Ausstieg des Unternehmens aus dem Pelzhandel zu fordern.

Pelzhandel stopp, BOGNER Boykott! Kein Pelz bei Olympia!

Offensive gegen die Pelzindustrie
die tierbefreier e.V.

Online-Aktionstage gegen die Vermarktung von Echtpelz in der „InStyle“ am 19. & 20.01.2014

Die Hintergründe, der Aufruf und die Veranstaltung bei Facebook.

Online-Aktionstage gegen die Vermarktung von Echtpelz in der „InStyle“ am 19. & 20.01.2014

Das Lifestyle- und Mode-Magazin „InStyle Deutschland“ beginnt das Jahr 2014 mit einer fragwürdigen Ausgabe, die aus Tierrechts- und Tierschutzgründen zu kritisieren ist. Auf den überwiegenden Seiten werden, im Namen von nachzueifernden Trends und Stars, Echtpelzartikel vorgestellt und beworben. Laut „InStyle Deutschland“ ist dieses grausame Geschäft gerechtfertigt, so lange Mode dafür Pate steht (siehe dazu eine Stellungnahme der Zeitschrift auf Facebook vom 24.12.2013). Zudem wird in dieser 1. Ausgabe 2014 mit einem pseudojournalistischem Artikel scheinbar versucht, als würde sich mit der Frage, ob Menschen noch Echtpelz tragen sollten, differenziert auseinandergesetzt. Was folgt, ist das klägliche Scheitern am Thema und an einer seriösen Auseinandersetzung mit den Hintergründen der Pelzindustrie sowie ein Fazit, zu dem sogar uns die Worte fehlen:
„Vielleicht erfährt Pelz dank solcher Maßnahmen irgendwann die gleiche Akzeptanz wie das Essen von Fleisch oder die Verwendung von Leder. Letztlich bleibt die Entscheidung, Pelz ja oder nein, aber jedem selbst überlassen und kann nicht gesetzlich reguliert werden.“

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Magazine wie „InStyle“, die von sich behaupten den „Stil der Stars“ aufzuzeigen und damit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, schaffen Trends und Statussymbole. Viele Menschen – die mit diesen Symbolen einen bestimmten Status erreichen oder ihn festigen möchten – verinnerlichen eine vermeintliche Notwendigkeit dieser Symbole, ahmen die vorgestellten Stars durch den Konsum bestimmter Produkte nach und verbreiten dies in ihrem Umfeld weiter. Sogenannte „Mode-Trendsetter“ wie die „InStyle“ haben somit eine ethische Verantwortung hinsichtlich der Statussymbole, die sie selbst erst schaffen.
Indem sie Echtpelz bewerben und zusätzlich versuchen, dies mit einem doppelseitigen Artikel vermeintlich zu legitimieren, schaffen sie bei LeserInnen ein Bedürfnis nach Produkten, die in unserer Gesellschaft aufgrund geeigneter Alternativen nicht benötigt werden und deren „Produktion“ mit Leid, Elend, Schmerz und unvorstellbaren Grausamkeiten verbunden ist. Dabei ist Mode, ebenso wie Geschmack oder Tradition, keine Legitimation für die Gefangenhaltung und das Töten von Tieren. Andererseits haben auch Magazine eine journalistische Verantwortung in Bezug auf eine ausgewogene Berichterstattung gegenüber ihrer LeserInnenschaft, der sie bei dem einseitig recherchierten, unausgewogenen und tendenziösen Artikel über Echt- und Kunstpelz nicht nachgekommen sind.

Wie viel Echtpelz tatsächlich in der Zeitschrift vorkommt, wird von einer Facebook-Userin sehr gut zusammengefasst:
„Also wollte ich es genau wissen und habe mal geschätzt durchgezählt, wie viele tote Tiere ihr so als Mode anpreist. Dabei kamen knapp 200 Tiere raus. Geschätzte 10 Ziegen, 6 Murmeltiere, 2 Hasen, 30 Füchse, 32 Kaninchen, 41 Lämmer, 1 Kojote, 58 Nerze, 1 Python, 3 Schafe, 1 Antilope, 2 Opossums, 7 Biber, 1 Kalb, 1 Krokodil sowie einige Vögel und einige undefinierte Tiere. Und hier spreche ich mal nur von den Fell/Feder/Haut-Artikeln … Leder mal ganz außen vor gelassen.“ (Quelle). Bei diesem Kommentar wird die erschreckend große Menge an Tieren deutlich, die für Echtpelzartikel ihr Leben lassen müssen.

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Um eventuell aufkommender Kritik und aufkeimenden Zweifeln unter den InStyle-LeserInnen den Wind aus den Segeln zu nehmen, greift die Redaktion dieses äußerst sensible Thema in einem doppelseitigen Artikel auf (S. 80/81). Unter der als Frage formulierten Überschrift „Im Falle der Felle: Fake-Fur oder Echtpelz?“ erwartet man seriöse und detaillierte Informationen, die eine möglichst objektive Betrachtung zulassen. Bereits eine kurze Analyse des Artikels läßt jedoch den Schluß zu, dass diese Frage lediglich rhetorisch gemeint war und die Beantwortung bereits von Anfang an, zugunsten der im Heft vorgestellten und beworbenen Echtpelzartikel, feststand. Ins Auge fällt ebenfalls der in der Mitte des Textes hervorgehobene „Informationskasten“ zur Frage „Was tun mit tollwütigen Füchsen und Waschbären-Plage?“. Dieser unterstellt, dass unter Tollwutverdacht stehende Füchse für Pelzartikel verwendet würden und es gegen eine vermeintliche Waschbären-Plage nur die Möglichkeit der Tötung der Waschbären und des Weiterkaufs ihrer Pelze an die Pelzindustrie gäbe. Auch hier gibt es keine recherchierten Hintergrundinformationen, z. B. wieviele Tiere qualvoll in Fangeisen verenden oder in Unterwasserfallen ersticken, wieviele Tierfamilien durch die Jagd auseinandergerissen werden, es fehlen Zahlen von Pelzfarmen und Dokumentationen der Zustände unter denen die Tiere darin gefangen gehalten werden, kein Wort über die niedrigen Tierschutz-Standards, die nicht nur für ausländische Farmen gelten (siehe hierzu ein Spiegel TV Beitrag vom 13.01.2014) und auch keine Aufstellung der für die Pelzindustrie jährlich ermordeten Tiere (mehrere Quellen sprechen hier von 300.000 – 400.000 Tieren alleine 2012 in Deutschland).

Der ganze Artikel ist einseitig darauf angelegt, dass viele Felle Abfallprodukte aus der Fleischproduktion oder aus der Regulierung von Wildbeständen seien. Tatsache ist aber, dass die weitaus größere Anzahl der für Echtpelzprodukte verwendeten Tiere ein entbehrungsreiches Leben – isoliert in engen Käfigen ohne ausreichende Bewegungsfreiheit sowie ohne Möglichkeiten, ihre sozialen, emotionalen und biologischen Bedürfnisse auszuleben – fristen müssen. Am Ende steht für sie, um für einen Mützenbommel oder Stiefelschaft herzuhalten, ein qualvoller Tod durch Erschlagen, Elektrokution, Vergiften oder Vergasen. Recherchen über Pelzfarmen, aktuelle (s.o.) und solche aus den vergangenen Jahren, zeigen, dass jährlich hunderttausende Tiere extra für die Pelzindustrie gezüchtet werden und sie zeigen gleichfalls die unhaltbaren Zustände auf diesen Farmen, die unabhängig vom Land immer mit massiven Verstößen gegen die grundlegende Bedürfnisse der eingesperrten Tiere einhergehen. Hinter flauschigen Stiefeln und trendigen Accessoires stecken elendige Lebensbedingungen und grausame Tötungsmethoden. Die zynische Aussage einer „Expertin“, dass kein Tier aufgrund der Pelzindustrie ausgerottet wurde, ist eine schwache Rechtfertigung für einen Wirtschaftszweig, der auf der massenhaften Reproduktion und Tötung empfindungsfähiger Individuen beruht. In ihren Augen ist die Gefangenhaltung und/oder Tötung von Tieren also erst dann diskutabel oder kritikwürdig, wenn es das letzte seiner Art ist.

Hier wurde ohne Recherche, dafür den Vermarktungslügen der Pelzindustrie folgend, ein nahezu einseitiger Artikel veröffentlicht, der zudem das Leid sog. Pelztiere sowie die grundlegende Infragestellung, ob Pelz für Mode tatsächlich notwendig ist, verschleiert. Es ist offensichtlich, dass die LeserInnen ganz einfach, dafür jedoch ganz bewusst in Richtung „pro Pelz“ gelenkt werden sollen.

Es sind Magazine wie die „InStyle“, welche die LeserInnen in ihren Kaufentscheidungen beeinflussen möchten und gleichzeitig davon ausgehen, diese LeserInnen würden jede Modeerscheinung unreflektiert übernehmen. Da dies nicht der Fall ist, fordern wir deshalb die Redaktion der InStyle auf, zum einen ihrer journalistischen sowie ethischen Verantwortung nachzukommen und eine dem Thema entsprechende und ausgewogene Berichterstattung vorzunehmen. Zum anderen fordern wir, keine Echtpelzartikel mehr zu bewerben und stattdessen ausschließlich auf Alternativen zurückzugreifen und die Möglichkeit, dem Kunstpelz-Trend eine Richtung zu geben, zu nutzen. Wir hoffen, dass sich die Redaktion der „InStyle“ ihrer Verantwortung gegenüber Menschen und Tieren bewusst wird und keine Produkte mehr bewirbt, die mit so viel Schmerz, Leid und Grausamkeiten verbunden sind.

Demo gegen den Transport von „Versuchs“tieren durch Air France-KLM am 09.02.2014

Die Kundgebung findet am 09.02.2014 von 16 bis 18 Uhr im Hamburger Flughafen, Terminal 1, Ebene 1 (neben den Rolltreppen zur Gastroebene) statt. Die Veranstaltung bei Facebook.

Auszug aus der Vorstellung der Stop Vivisection-Kampagne:
„Stop Vivisection ist eine Tierrechtskampagne im deutschsprachigen Raum, welche sich für ein Ende der Versuchstiertransporte von Air France-KLM einsetzt. Unsere Plattform vereint die Zusammenarbeit von mehr als dreißig Organisationen, Vereinen und Gruppen.
Mit einem aktiven Widerstand gegen Tierversuche sieht sich die Kampagne als Teil des internationalen Gateway to Hell Netzwerks, welches quer über den Globus verteilt repräsentiert wird. Gemeinsam protestieren wir gegen Transportunternehmen, welche Tierversuchslabore beliefern. Durch eine breite Vielfalt an Aktionsformen legen wir den öffentlichen Druck auf die Profiteure, welche an dem Leid der Tiere mitverdienen.“

Auf der Webseite der Kampagne stehen weitere Hintergründe, aktuelle Termine sowie Berichte und Fotos vergangener Aktionen und ihr könnt euch informieren, was ihr gegen Transporte von sog. Versuchstieren, Tierversuche sowie andere Formen von Tierausbeutung unternehmen könnt.