Archiv für Mai 2014

29.05. – 01.06.2014: 8. Offener Linker Jugendkongress in Hamburg

Wir freuen uns, den 8. JuKo (Offener Linker Jugendkongress Hamburg) durch 3 Workshops mitgestalten zu dürfen. Besonders gespannt sind wir auf eure Fragen und Diskussionsbeiträge zum Vortrag „Veganismus: Alles Lifestyle oder was?“. Alle 3 Veranstaltungen finden im LiZ, Karolinenstraße 21 statt.

Koch-Workshop I, 29.05.2014, 15:30 – 18:00 Uhr
Aufstriche (Kräuter-Butter, Karotten-Aufstrich, Erdbeer-Marmelade, Hummus, Schoko-Nuss-Créme)

Wir basteln mit euch die Aufstriche, die ihr an den darauffolgenden Tagen beim JuKo-Frühstück verputzen könnt.

Koch-Workshop II, 30.05.2014, 11:00 – 13:30 Uhr
3-Gänge-Menü (Vorspeise: Brot und Guacamole, Hauptgang: Sellerie-Schnitzel und Soja-Steaks mit Kartoffeln, Brokkoli und Blumenkohl in heller Soße, Nachspeise: Rhabarber-Kompott mit Vanille-Pudding)

Schnell, preis­wert, ap­pe­tit­lich und ge­sund sind keine Wi­der­sprü­che der vega­nen Küche, son­dern be­reits seit Jah­ren ihre so­li­de Grund­la­ge. Ob für eine KüFa („Küche für alle“, ana­log zur Vokü „Volx­kü­che“), die WG-​Par­ty, den Film­abend mit Freund*innen, als Mahl­zeit zwi­schen (Be­rufs)Schu­le/Uni und dem nächs­ten Ple­num oder der nächs­ten Demo: Wir ko­chen mit euch auf der Basis ge­walt-​ und leid­ver­mei­den­der Re­zep­te, und ihr nehmt viel­leicht ein paar Ideen mit in das Leben nach dem JuKo. Da wir in der Vor­be­rei­tung be­stimmt nicht alle mög­li­cher­wei­se auf­tau­chen­den Fra­gen mit­den­ken, freu­en wir uns, wenn ihr wäh­rend des Work­shops viele Fra­gen zum Thema Vega­nis­mus (sowie Tier­rech­te und Tier­be­frei­ung) stellt

Vortrag-Workshop: 30.05.2014, 15:30 – 17:00 Uhr
Vega­nis­mus: Alles Li­fes­tyle oder was?

Was vor ein paar Jah­ren mit­lei­dig oder be­lä­chelnd kom­men­tiert wurde, ist in­zwi­schen Trend. Große Fleisch­kon­zer­ne pro­du­zie­ren vega­ne Pro­duk­te, Ge­schäf­te und Re­stau­rants be­wer­ben ihr vega­nes Sor­ti­ment, Bü­cher mit vega­nen Re­zep­ten ste­hen in den Ver­kaufs­lis­ten wo­chen­lang ganz oben, Zei­tun­gen und Fern­seh­sen­der be­rich­ten eher po­si­tiv als ab­wer­tend über Vega­nis­mus. Wer etwas auf sich hält, lebt zu­min­dest in Teil­zeit vegan. Selbst­op­ti­mie­rung, Ge­sund­heit und Fit­ness sind für viele die haupt­säch­li­chen Mo­ti­va­tio­nen, sich für Vega­nis­mus als Li­fes­tyle zu ent­schei­den, und das pro­fit­ori­en­tier­te Sys­tem stellt sich, nach an­fäng­li­chem Zö­gern, auf die neue Ziel­grup­pe ein. Auf­fal­lend wenig wer­den dabei die Si­tua­tio­nen der Tiere oder po­li­ti­sche Po­si­tio­nen ab­seits des In­di­vi­dual­kon­sums er­wähnt. Ob Vega­nis­mus Li­fes­tyle oder po­li­ti­sche Pra­xis ist und wo die Tiere ge­blie­ben sind, wird in dem Work­shop hin­ter­fragt und dis­ku­tiert.

Bitte hier entlang zu Aufruf, Programm und Anmeldung sowie Kontakt des JuKo.

17.05.2014: Hafencity entern – Aufruf an Tierbefreier*innen zur Beteiligung am Blockupy-Aktionstag

HAFENCITY ENTERN! ELBPHILHARMONIE BESICHTIGEN

Für den 17. Mai ruft das Bündnis Blockupy Hamburg zu einer Demonstration in Hamburg im Rahmen der Blockupy-Aktionstage auf.

Auch für Tierbefreiungsgruppen gibt es vielfältige Gründe an diesem Tag gemeinsam mit anderen politischen Bewegungen auf die Straße zu gehen. Die kapitalistische Wirtschaftsweise, welche gegenwärtig mit sozialen Angriffen und Entdemokratisierungen bis aufs Messer verteidigt wird, führt nicht nur in die Ausbeutung von Menschen und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen. Auch die in unserer Gesellschaft allgegenwärtige Gefangenhaltung von Tieren, deren gnadenlose Ausbeutung und die niemals enden wollenden Schlachtungen sind untrennbar mit einer Wirtschaftsweise verbunden, die nur auf Verwertung und Profit ausgerichtet ist.

Stattdessen wollen wir dazu beitragen, die gesellschaftlichen Verhältnisse nach anderen Prinzipien als bloßer Profitmaximierung auszurichten. Die Vergesellschaftung der Produktion und damit auch der Agrarwirtschaft und der Lebensmittelindustrie sind eine Notwendigkeit, um eine Ordnung zu überwinden, in der Eigentumsrechte und Profitinteressen von Konzernen mehr gelten als soziale und ökologische Gerechtigkeit oder die Befreiung der Tiere aus Ausbeutungsverhältnissen. Klar ist, dass derartige Veränderungen nicht von einzelnen politischen Bewegungen allein erreicht werden können, sondern es gemeinsamer Perspektiven und eines breiten und vielfältigen Widerstands bedarf.

Daher rufen wir alle Initiativen der Tierbefreiungsbewegung auf, sich am Blockupy-Aktionstag und der Demo „HAFENCITY ENTERN!“ am 17. Mai zu beteiligen.

Treffpunkt für eine gemeinsame Beteiligung von Tierbefreiungsgruppen ist 12:30 Uhr am Hachmannplatz (Hauptbahnhof Hamburg).

Weitere Informationen
Infos und Bündnisaufruf zum Aktionstag
Initiative „Tierbefreiung goes Blockupy“
Flyer „Menschen, Natur und Tiere in der Krise“

Vegane VoKü für die Rote Hilfe und den Erhalt des LiZ am 18.o5. ab ca. 20 Uhr im LiZ

Kochen für die Rote Hilfe und den Erhalt des LiZ

Staatliche Repression ist in der linken Bewegung gegenwärtig: Für die einen ist es vielleicht nur ein flüchtiges Wort, eine ungreifbare und ferne Gewissheit, die man schnell wieder verdrängt um weiterzumachen, als gäbe es sie nicht. Für die anderen ist sie harte Realität, im Alltag durch ständige Überwachung und Kontrolle bewusst, wenn Knüppel auf Körper treffen, Pfefferspray in den Augen brennt oder die Knasttür geschlossen wird.

Jede_r, die_der sich für eine befreite Gesellschaft einsetzt, das bestehende System hinterfragt und aufsteht, um für solidarische Verhältnisse zu kämpfen, wird früher oder später mit dieser Thematik konfrontiert. Trotzdem gibt es gegen Repression ein gutes und erfolgreiches Mittel, und das heißt Solidarität: Jede_n kann es treffen, jede_r kann Opfer staatlicher Repression werden und dann ist es umso wichtiger, dass es Rückhalt und Solidarität aus den eigenen Reihen gibt sowie Gruppen und Organisationen, an die sich Betroffene wenden können und Hilfe erhalten.

Deshalb werden wir am 18.05. für euch im Libertären Zentrum (LiZ) in der Karolinenstraße ein leckeres und veganes Essen zubereiten und die Einnahmen in gleichen Teilen an die Rote Hilfe und für den Erhalt des LiZ spenden.

Erscheint zahlreich und erzählt es weiter, bringt Freund*innen und Bekannte mit und natürlich ordentlich Appetit!

One Struggle, one Fight! Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft, in der Menschen und Tiere in Freiheit leben können!

Mehr Informationen
* Rote Hilfe Hamburg
* Libertaeres Kultur- und Aktionszentrum LiZ

„Refugee Welcome Center“ in Hamburg

LampedusaHH

Um eine gewalt- und herrschaftsfreie Gesellschaft zu erreichen ist es wichtig, sich nicht nur dem Kampf der Befreiung aller nichtmenschlichen Tiere zu widmen, sondern auch für die Befreiung von Mensch und Natur zu kämpfen, weil die Ausbeutung und Gier nach Macht und Profit nicht beim Tier aufhört.

Einer dieser Kämpfe findet seit über einem Jahr in Hamburg statt und betrifft die Flüchtlinge, die aus Lampedusa hierher gekommen sind und seither – leider bislang erfolglos – für ein dauerhaftes Bleiberecht sowie das Recht auf Arbeit kämpfen. Stattdessen fristen sie ihr Dasein in Notunterkünften oder auf der Straße, gedemütigt vom Senat durch Duldung, rassistische Kontrollen und Abschiebungen.

Wir solidarisieren uns mit diesem Kampf und möchten deshalb auf eine neue Entwicklung aufmerksam machen, die gestern im Rahmen der „Recht auf Stadt“-Demonstration am frühen Nachmittag stattfand und die wir für sehr unterstützenswert und sinnvoll halten.

Die Rede ist von der Forderung nach einem „Refugee Welcome Center“, einer leerstehenden Schule im Karolinenviertel, die für dieses Vorhaben durch viel Platz und zentraler Lage äußert gut geeignet wäre. Dieses Gebäude wurde am 1. Mai am späten Nachmittag von mehreren hundert Menschen besetzt und gegen 21 Uhr wieder geräumt. Auch heute, am 2. Mai, fand eine erneute Vollversammlung vor der Schule statt, bei der das weitere Vorgehen besprochen wurde.

Die weitere Entwicklung bleibt spannend und wir hoffen, dass die vielen Menschen, die gestern, heute und in den letzten Monaten ihre Solidarität mit den Flüchtlingen gezeigt haben, ihre Forderungen nach einem „Refugee Welcome Center“ durchsetzen können.

Denn kein Mensch ist illegal! – Bleiberecht überall!

Falls ihr bei diesem Thema auf dem Laufenden bleiben wollt, dann „liked“ die Facebook-Seite der Gruppe Lampedusa in Hamburg und besucht regelmäßig ihre Webseite

> Hier gehts zur Stellungnahme der Besetzung (Facebook)
> Hier gehts zur Pressemittelung der 3. Vollversammlung (Facebook)
> Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=JwNzC3dXdiM