Archiv für Februar 2015

Hamburg: Widerstand gegen die FH Nord – Kundgebung am 15.03.2015

Bündnis „FH Nord Verhindern“

Vom 15. bis zum 17. März 2015 findet erstmals die FH Nord, die Messe für das Fleischerhandwerk im Norden, im Gebäude H im CCH (Congress Center Hamburg) statt.

Wir, ein Bündnis bestehend aus den Hamburger Tierrechtsgruppen Animal Liberation Network, Animal Rights Watch (OG Hamburg), Tierrechtsinitiative Hamburg und Vegane Bewegung, wollen es nicht kommentarlos hinnehmen, dass sich die Tiermordprofiteur*innen hier in Hamburg treffen. Mit Protesten direkt vor der FH Nord zeigen wir, dass die Fleischindustrie keine Zukunft hat!

Termin der Kundgebung

15. März 2015, 12 bis 15 Uhr
Direkt vor der Halle H beim CCH

Veranstaltung bei Facebook

Hintergrund

Die FH Nord ist die einzige Messe in Norddeutschland, die sich speziell an den Berufsstand Fleischer*in und Fleischereifachverkäufer*in wendet, sowie an die Hersteller*innen von Schlachtmaschinen und Schlachtwerkzeug. Während mensch sich auf der Messe im eigenen Mikrokosmos befindet, werden die Interessen der Besucher*innen und Aussteller*innen geschickt vom Veranstalter miteinander verbunden. Neue Produkte werden angepriesen und verkauft, es gibt Möglichkeiten sich fachlich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Hinter dieser Fassade wird deutlich, dass die Messe hauptsächlich von Profiteur*innen der Fleischindustrie genutzt wird, um neue Mittel zur schnelleren, billigeren, und damit effektiveren Tierausbeutung zu vermarkten.

Die ganze Messe dreht sich ausschließlich darum, wie Lebewesen am besten umgebracht, zerstückelt und zur Ware in Form von Fleischartikeln verarbeitet werden. Dass dieses Geschäft auf dem Leiden von unzähligen Lebewesen beruht, findet keinerlei Beachtung.

Stattdessen wird der Messe ein Eventcharakter verpasst. Die Besucher*innen können bei unterschiedlichen Wettbewerben zusehen oder mitmachen, so etwa bei einem „Zerlegewettbewerb“ für Gesell*innen. Das tierliche Individuum, das gezüchtet, unter quälerischen Bedingungen gehalten und gemästet, und schließlich nach nur kurzer Lebenszeit getötet wurde, wird lediglich als Rohstoff gesehen und zur Unterhaltung für einen Wettbewerb im Akkord zerstückelt.

Die Fleischindustrie ist eine der mächtigsten Tierausbeutungsindustrien und hat politischen Einfluss nicht nur in der Bundesrepublik, sondern weltweit. Diese Industrie ist gut vernetzt und ihr Ziel ist die Profitmaximierung. Diese wird durch eine möglichst kostengünstigste „Produktion von Fleisch“ erreicht. Dazu trägt neben der Ausbeutung von Tieren auch die der Arbeiter*innen bei. In den großen Tierfabriken in Niedersachsen arbeiten fast ausschließlich sogenannte Werkarbeiter*innen aus Rumänien und Bulgarien für wenige Euro in der Stunde. Sie haben praktisch keine Rechte und oft auch kein Obdach. Ihre Arbeitsplatzvermittlung ist ein lukratives Geschäft, am meisten verdienen jedoch Unternehmen der Fleischindustrie wie Wiesenhof und Rothkötter an ihnen.

Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen!

FÜR DIE ABSCHAFFUNG DER FLEISCHINDUSTRIE UND ALLER ANDEREN TIERAUSBEUTUNGSFORMEN, SOWIE DER AUSBEUTUNG VON ARBEITER*INNEN!

Save the date: 02.05.2015 – ♪ Soli-Show für Lampedusa in Hamburg

♪ Soli-Show für Lampedusa in Hamburg ♪ 02.05.2015 ab 20 Uhr im Goldenen Salon @Hafenklang ♪ Music, Shirts & Vegan Fastfood ♪

via Polit Eco Clothing & Fast Voods

Ladet eure Freund_innen ein zur Show und kommt vorbei, hier ist die Facebook-Veranstaltung mit weiteren Infos.

Die Fast Voods-Crew sorgt für eine stabile Grundlage, damit ihr bei 4Paws, Alibi For A Murder und HØPE ASIDE richtig abgeht und eure durchgeschwitzten Shirts mit neuen von Polit Eco Clothing ersetzt.

Eintritt 5 Euro – oder gerne mehr. Alle Einnahmen der Show und des Caterings gehen an Lampedusa in Hamburg.

Wer nicht dabei sein und/oder vorab schon etwas spenden kann, please insert coin here:
* Wichtig/Important: Stichwort/Referenz „LAMPEDUSA“ *

KIEZ Wohnen e.V. – Kinderfreundlich Integrativ Engagiert Zusammen Wohnen e.V.
IBAN: DE91 2512 0510 0008 4572 00
BIC: BFSWDE33HAN
Bank für Sozialwirtschaft (Hannover)

Spendenkonto des Gewerkschafter_innen-Kreises:
Frank Teichmüller
Ktn.: 2297828600
BLZ: 500 333 00
Bank Santander
IBAN: DE67 5003 3300 2297 8286 00
BIC: SCFBDE33XXX

Künstler/Artists

4Paws Vegan Edge Rap gibt an dem Abend seine Release Show des neuen Albums.
4Paws auf Facebook

Alibi For A Murder spielen schnellen technischen Deathmetal und sind Live immer für Überraschungen gut.
Alibi For A Murder auf Facebook

Hope Aside spielen politischen Hardcore/Punk und spielen zum ersten Mal in Hamburg.
Hope Aside auf Facebook

Ort des Geschehens/Location

Goldener Salong @Hafenklang
Große Elbstraße 84
22767 Hamburg

RIESEN DANK GEHT RAUS AN DAS HAFENKLANG, WAS DIE LOCATION KOSTENLOS STELLT!

Solidarität mit den von Polizeigewalt betroffenen Tierbefreiungsktivisten aus Braunschweig!

solidarity

Auch wir schicken unsere Solidarität nach Braunschweig zu Andre und Phillip.

Denn nur eine solidarische Bewegung ist eine starke Bewegung!

Hintergrund:

„In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2014 wurden unsere Genossen Andre und Philipp in der Innenstadt festgenommen. Über mehrere Stunden wurden sie auf zwei Braunschweiger Polizeiwachen festgehalten, vollständig ausgezogen und mehrfach geschlagen und getreten. Anlass für die Misshandlung war offenbar, dass sie jede Aussage gegenüber der Polizei verweigerten. Ihnen wird vorgeworfen, die Schaufenster des Pelz- und Ledergeschäfts Michelen zerschlagen zu haben. Außerdem sollen sie sich zur Wehr gesetzt haben, als zwei Wachleute sie in der Nähe des Geschäfts zu Boden warfen und festhielten. Die Polizei spricht in einer Pressemitteilung von Sachbeschädigung und Körperverletzung durch die beiden Aktivisten.

Das Pelz- und Ledergeschäft Michelen war seit seiner Eröffnung im vergangenen Jahr aufgrund seiner besonders ausbeuterischen Geschäftspraxis bereits mehrfach Ziel von Aktionen und Protesten. Seine Schaufenster sind nicht zum ersten Mal beschädigt worden: Zu einem vorangegangenen Angriff auf die Glasfront des Ladens im Herbst 2014 bekannte sich in einem Bekennungsschreiben die Animal Liberation Front (ALF), die weltweit Aktionen für die Befreiung aller Tiere von Unterdrückung und Ausbeutung durchführt.

Weitere Informationen zu den Geschehnissen des 25.12.2014 und der Aktion im Oktober wurden auf der Internetplattform linksunten.indymedia veröffentlicht.

Zum Aktionsbericht
Zum Bericht über Polizeigewalt

Andre und Philipp engagieren sich seit mehreren Jahren gegen Tierausbeutung und andere Formen der Unterdrückung. Das ist auch der Polizei bekannt. In der Vergangenheit wurde bereits des öfteren aufgrund teils absurder Vorwürfe gegen sie ermittelt. In der Nacht des 25.12. lautete eine der Fragen, die ihnen zwischen Schlägen und Tritten gestellt wurde: „Sind sie Mitglied in der Animal Front?“

Es ist unklar, was die Polizei Andre und Philipp im weiteren Verlauf anzuhängen versuchen wird. Fest steht aber: Die Gewalt, die unseren Genossen angetan wurde, und die drohende Strafverfolgung lassen sich für uns nicht rechtfertigen.

Es spielt für uns keine Rolle, ob die Aktivisten die ihnen vorgeworfenen Handlungen begangen haben oder nicht. Wir unterstützen sie in ihrem Entschluss der Aussageverweigerung. Für den Fall, dass die beiden Aktivisten noch weitere Repression erfahren – sei es in Form von Hausdurchsuchungen oder Strafverfolgung – können sie sich unserer Solidarität und Unterstützung gewiss sein.

Das, was die beiden in jener Nacht erleben mussten, ist ein Angriff auf uns alle, die wir für eine Welt frei von Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen.“

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Mehr Infos und weitere Unterstützer*innen: http://kampagne-gegen-tierfabriken.info/