Archiv für Oktober 2016

Veranstaltungstipp: Soli-Konzert für die Hambacher Forst Besetzung (29.10., 19 Uhr)

hambi_anarchistischer_kongress:29-10-2016

Kạ̈l·te, die; Substantiv
1. der Zustand, dass die Temperatur von etwas relativ niedrig ist.
2. das Fehlen innerer Anteilnahme.

Immer am Besten durch die Nase einatmen, sagen sie, bei den Temperaturen sowieso, sagen sie. Doch jeder Atemzug beißt und zwickt. Beim Ausatmen steigen Kondenswölkchen auf. Die Schultern angespannt hochgezogen bis der Nacken schmerzt. Den Blick fest auf den Meter vor Dir, auf den Meter vor Dir, auf den Meter vor Dir. Herbstlaub, in Kindertagen schillerndes Versprechen, Dir glucksende Geräusche zu entlocken, weil Du es aufwirbelst, weil Du die Struktur und das Rascheln und das Durcheinander der Blätter lebst, liegt Dir fahl und reglos im Weg. Sich abhetzende Menschen um Dich herum. Sich aufhetzende Menschen um Dich herum.

Dein Herz pumpt, eifrig, Liter um Liter, ohne Pause. Na, Du wühlst Dich da schon durch, durch dieses Leben. Obwohl, Pause wäre schon gut. Mit Texten, die in Deinem Kopf das Herbstlaub durcheinanderbringen. Mit Musik, die Deine Schultern lockert bis der Oberkörper mitwippt. Mit Menschen, die Dir die Herzwärme zurückbringen.

Wenn Du das auch so sehr brauchst wie wir, dann bist Du diesen Samstag (29.10.2016) ab 19 Uhr in der T-Stube sehr willkommen und sehr gut aufgehoben. Konny, Wunstra und FaulenzA geben im Rahmen des Anarchistischen Kongress ein Soli-Konzert für die Hambacher Forst Besetzung. Gegen Abgestumpftheit und Tristesse, für den Blick fest auf die vielen Meter vor uns!

(Ihr findet die T-Stube im ersten Stock des „Pferdestalls“, am Allende-Platz 1, direkt neben dem Abaton Kino. Im Treppenhaus wendet ihr euch rechts, geht durch die Glastür, folgt den Gang um die Ecke und wandert bereits auf die große Tür zu.)

15.10., 18:30: Kundgebung gegen die Tierausbeutung im Zirkus Charles Knie

zirkus

15.10.2016, 18:30 – 20 Uhr: Kundgebung gegen die Tierausbeutung im Zirkus Charles Knie

Rennbahnstraße, 22043 Hansestadt Hamburg, Deutschland

Während der Zirkus den Menschen eine Glitzerwelt voll mit Attraktionen vorspielt, bedeutet diese Welt für die Tiere im Zirkus ein Leben in Qual.

Der Zirkus Charles Knie tritt mit 100 Tieren 30 verschiedener Arten auf und rühmt sich damit mit der „artenreichsten reisenden Tierschau Europas“ unterwegs zu sein.

Der Zirkus vermittelt gerne, dass die „Kunststücke“, welche die Tiere aufführen, den Tieren Spaß machen. Mit Nachdruck wird auch erklärt, wie eng die Beziehung zwischen Mensch (DompteurIn) und Tier sei. Die Wahrheit ist aber eine andere. Die „Kunststücke“ sind in der Regel gegen die Natur der Tiere und werden deswegen keinesfalls freiwillig aufgeführt. Stattdessen werden den Tieren mit Dreizack, Peitsche, Elektroschock, Futterentzug und anderen Foltermethoden durch die DompteurInnen die Tricks eingeprügelt. Die Anwendung dieser Foltermethoden geschieht während der Vorstellung so schnell und versteckt, dass der Zuschauer sie gar nicht bemerken kann. Ironischer Weise schreibt der Circus Voyage auf seiner Internetseite von „einfühlsamen und klassischen Pferdedressuren“. Das Gehorchen der Tiere und insbesondere auch das Reiten auf den sonst „wilden“, d.h. freien, Tieren soll die Beherrschung durch den Menschen zum Ausdruck bringen. Im Circus Voyage wird u.a. auf dem Flusspferd, Nashorn, den Pferden und Elefanten geritten.

Das Leben der „Zirkustiere“ besteht einzig und allein aus extremen Situationen. Während der Vorstellungen und Proben wird ihnen absolute Hochleistung abgerungen, um sie dann stumpfer Monotonie und krankmachender Langeweile in den Käfigen bzw. Gehegen zu überlassen. Alle Tiere, die an einer Stelle angekettet oder in viel zu engen Boxen eingesperrt herumstehen müssen, verkümmern psychisch und physisch. Natürlich bedeutet auch jeder Zirkusumzug eine Strapaze für die Tiere, ebenso wie die manipulativen Eingriffe in ihre arteigenen Sozialstrukturen und Bewegungsabläufe.

Es ist eine unglaubliche Anmaßung, wenn Zirkusse behaupten ihre Tierhaltung sei artgerecht. Das Leben eines „Zirkustiers“ ist komplett widernatürlich.

In Deutschland gibt es keine juristisch verbindliche Verordnung, die Haltung und Unterbringung von Tieren in Zirkussen regelt. Kontrollen von Veterinärämtern sind in der Regel lasch. Sie orientieren sich an den so genannten „Zirkus-Leitlinien“, die völlig unzureichend sind und nur empfehlenden Charakter haben. Zirkusleute haben selbst an den Formulierungen dieser Leitlinien mitgewirkt. Will ein_e VeterinärIn einmal couragiert durchgreifen, kann auch sie oftmals die gequälten Tiere nicht beschlagnahmen, denn oft fehlt es schlichtweg an Unterbringungsmöglichkeiten oder Auffangstationen, oder der Zirkus entzieht sich durch eilige Abreise dem Zugriff. Der Verein „die tierbefreier e.V.“ verfügt hierfür über mehrere dokumentierte Beispiele.

Boykottiert Tierzirkusse! Kein Applaus für Tierausbeutung! Artgerecht ist nur die Freiheit!

Anti-Jagd-Kundgebung | 30. Oktober 2016, von 16 bis 20 Uhr | Sülldorfer Kirche

antijagd-30-10-2016

Der Hubertusmesse den Heiligenschein zerstören!

Anti-Jagd-Kundgebung am 30. Oktober 2016, von 16 bis 20 Uhr vor der Sülldorfer Kirche, Sülldorfer Kirchenweg 191, 22589 Hamburg.

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Am 30. Oktober findet in der Sülldorfer Kirche die alljährliche Hubertusmesse der Jagdhornbläser statt.

Die Hubertusmesse wird jährlich „zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus“ veranstaltet. In jungen Jahren war das Jagen die Leidenschaft von Hubertus, später erkannte er dann in allen Geschöpfen den göttlichen Ursprung und begann sie „zu hegen und zu pflegen“.

Die Jägerschaft stellt scheinheilig diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ als einen ihrer Verhaltensgrundsätze dar.

Am Hubertustag, dem 3. November, beginnt die Zeit der Treibjagden und diese enden frühestens zum Jahreswechsel. Rehe, Wildschweine, Füchse und andere Waldbewohner sind also monatelang in ständigem Aufruhr und in Todesangst.

Die Hubertusmesse, die gerne mit einer „Hubertusjagd“ verbunden wird, fungiert als feierliche Untermalung und Legitimierung der Jagd, und damit der Ermordung von Lebewesen. In der Kirche wird die Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ zelebriert, um sie im Wald mit Munition umzusetzen.

Jährlich werden tausende Tiere erschossen. Als Begründung wird der Naturschutz, also die nicht funktionierende Artenregulierung, genommen. Tiere werden aber auch zum Abschuss freigegeben, wenn sie den Menschen an bestimmten Plätzen stören. Und natürlich dienen sie als „Trophäen“ des „Sport-Hobbys“ Jagd.

Jagd bedeutet Leid und Tod für leidensfähige Mitgeschöpfe und schadet dem Gleichgewicht der Natur.

Deshalb werden wir die Hubertusmesse der Jäger*innen und ihr Fest am 30. Oktober lautstark begleiten.

Unsere Stimme für die Befreiung der Tiere!

Kommt und setzt zusammen mit uns ein Zeichen gegen Mord und für das Leben.

Mehr Infos zur Jagd:
http://www.ariwa.org/wissen-a-z/wissen-a-z/jagd.html

Veranstaltung auf FB: https://www.facebook.com/events/585865088263286/