15.10., 18:30: Kundgebung gegen die Tierausbeutung im Zirkus Charles Knie

zirkus

15.10.2016, 18:30 – 20 Uhr: Kundgebung gegen die Tierausbeutung im Zirkus Charles Knie

Rennbahnstraße, 22043 Hansestadt Hamburg, Deutschland

Während der Zirkus den Menschen eine Glitzerwelt voll mit Attraktionen vorspielt, bedeutet diese Welt für die Tiere im Zirkus ein Leben in Qual.

Der Zirkus Charles Knie tritt mit 100 Tieren 30 verschiedener Arten auf und rühmt sich damit mit der „artenreichsten reisenden Tierschau Europas“ unterwegs zu sein.

Der Zirkus vermittelt gerne, dass die „Kunststücke“, welche die Tiere aufführen, den Tieren Spaß machen. Mit Nachdruck wird auch erklärt, wie eng die Beziehung zwischen Mensch (DompteurIn) und Tier sei. Die Wahrheit ist aber eine andere. Die „Kunststücke“ sind in der Regel gegen die Natur der Tiere und werden deswegen keinesfalls freiwillig aufgeführt. Stattdessen werden den Tieren mit Dreizack, Peitsche, Elektroschock, Futterentzug und anderen Foltermethoden durch die DompteurInnen die Tricks eingeprügelt. Die Anwendung dieser Foltermethoden geschieht während der Vorstellung so schnell und versteckt, dass der Zuschauer sie gar nicht bemerken kann. Ironischer Weise schreibt der Circus Voyage auf seiner Internetseite von „einfühlsamen und klassischen Pferdedressuren“. Das Gehorchen der Tiere und insbesondere auch das Reiten auf den sonst „wilden“, d.h. freien, Tieren soll die Beherrschung durch den Menschen zum Ausdruck bringen. Im Circus Voyage wird u.a. auf dem Flusspferd, Nashorn, den Pferden und Elefanten geritten.

Das Leben der „Zirkustiere“ besteht einzig und allein aus extremen Situationen. Während der Vorstellungen und Proben wird ihnen absolute Hochleistung abgerungen, um sie dann stumpfer Monotonie und krankmachender Langeweile in den Käfigen bzw. Gehegen zu überlassen. Alle Tiere, die an einer Stelle angekettet oder in viel zu engen Boxen eingesperrt herumstehen müssen, verkümmern psychisch und physisch. Natürlich bedeutet auch jeder Zirkusumzug eine Strapaze für die Tiere, ebenso wie die manipulativen Eingriffe in ihre arteigenen Sozialstrukturen und Bewegungsabläufe.

Es ist eine unglaubliche Anmaßung, wenn Zirkusse behaupten ihre Tierhaltung sei artgerecht. Das Leben eines „Zirkustiers“ ist komplett widernatürlich.

In Deutschland gibt es keine juristisch verbindliche Verordnung, die Haltung und Unterbringung von Tieren in Zirkussen regelt. Kontrollen von Veterinärämtern sind in der Regel lasch. Sie orientieren sich an den so genannten „Zirkus-Leitlinien“, die völlig unzureichend sind und nur empfehlenden Charakter haben. Zirkusleute haben selbst an den Formulierungen dieser Leitlinien mitgewirkt. Will ein_e VeterinärIn einmal couragiert durchgreifen, kann auch sie oftmals die gequälten Tiere nicht beschlagnahmen, denn oft fehlt es schlichtweg an Unterbringungsmöglichkeiten oder Auffangstationen, oder der Zirkus entzieht sich durch eilige Abreise dem Zugriff. Der Verein „die tierbefreier e.V.“ verfügt hierfür über mehrere dokumentierte Beispiele.

Boykottiert Tierzirkusse! Kein Applaus für Tierausbeutung! Artgerecht ist nur die Freiheit!


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