Wir pausieren!

Liebe Alle,

wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist es in letzter Zeit sehr still um uns geworden. Da wir uns aktuell anderen Projekten widmen und insgesamt bei uns wenig Kapazitäten da sind, werden wir unsere Aktivitäten als ALN erst einmal pausieren. Wir möchten an dieser Stelle aber noch ein paar Zeilen loswerden, die uns auf dem Herzen liegen und wir euch mit auf den Weg geben wollen:

Für uns war und ist es sehr wichtig, bewegungsübergreifend zu agieren und den Kampf für eine solidarische und befreite Gesellschaft gemeinsam zu führen. Weil wir den Traum einer Gesellschaft haben, in der es keine Rolle spielt, wo du herkommst, wie du aussiehst, wie du dich selbst definierst, was du kannst oder nicht kannst, wen du liebst oder nicht liebst. Eine Gesellschaft ohne Knäste, repressive Machtorgane, Herrschaft und Hierarchien, in der sich Menschen solidarisch und auf Augenhöhe ohne Vorurteile, Machtausübung oder Manipulation begegnen und selbstbestimmt Leben können. Eine Gesellschaft, in der Menschen aneinander wachsen und Erfahrungen und Fähigkeiten austauschen, freiwillig und ohne Konkurrenzdenken oder Leistungsdruck.

Eine Gesellschaft, die unseren Planeten, samt seinen menschlichen und nichtmenschlichen Bewohner*innen, als etwas Einzigartiges ansieht, dass es zu schützen gilt, statt für Profite und Macht auszugrenzen, auszubeuten, zu töten und zu zerstören.

Leider sind wir noch weit von dieser Utopie entfernt und Erfahrungen haben uns gezeigt, dass wir auch in linken Strukturen noch lange nicht vor Grenzüberschreitungen, Ausgrenzungs- und Diskriminierungsmechanismen sowie Macht- und Hierarchiestrukturen gefeit sind.

Umso wichtiger ist es, dass wir uns angelernten und verinnerlichten Vorurteilen, Stereotypen und oben erwähnten Mechanismen bewusst werden und lernen, uns selbst und unser Verhalten immer und immer wieder zu reflektieren, in allen Lebenslagen. Egal ob in einer Partnerschaft, Freundschaft oder bei politischer Arbeit: Passt auf euch und eure Freund*innen, Genoss*innen, Mitstreiter*innen und Partner*innen auf. Seid für einander da, wenn es nötig ist und bietet Freiraum, wenn es gewünscht ist. Hört zu und teilt euch mit. Seid euch eurer Grenzen und der Grenzen anderer bewusst und wahrt diese. Wenn wir eine Veränderung im Großen anstreben, müssen wir im Kleinen beginnen und unsere Ideale nicht nur in der Theorie leben, sondern auch praktisch in unserem Alltag.

Zum Schluss noch eine Anmerkung:

Wie ihr vielleicht wisst, haben wir im März 2014 eine Patenschaft für Max übernommen, ein Esel, der auf dem Lebenshof „Große Freiheit“ lebt, welcher vom Verein Free Animal e.V. finanziell unterstützt wird. Keine Sorge, auch wenn wir unsere Arbeit als ALN erst einmal pausieren, bleibt die Patenschaft bestehen :)

Also … bis bald!

Animal Liberation Network


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