Archiv der Kategorie 'Vergangene Aktionsaufrufe'

10.7., 15 – 17 Uhr: Kein Abschiebeknast in Hamburg oder anderswo! Kundgebung am Hamburger Airport, Terminal 1

In Zeiten, in denen der rechte Mob immer aktiver und größer wird; in denen die Forderung nach Schüssen auf geflüchtete Menschen unter die Meinungsfreiheit fällt; in denen die Repression auf Flüchtlings-Unterstützer*innen und deren Kriminalisierung immer stärker wird und Flüchtlingsheime brennen, plant die Stadt Hamburg als erstes Bundesland noch in diesem Jahr eine Abschiebeeinrichtung am Flughafen zu errichten. Damit soll die Zahl der Abschiebungen erhöht und noch mehr Menschen noch „effektiver“ abgeschoben werden.

Wir werden das nicht einfach kommentarlos hinnehmen und deshalb unseren Protest direkt am Hamburger Flughafen auf die Straße bringen.

Kommt deshalb zahlreich am Sonntag, 10. April um 15 Uhr zum Terminal 1 am Hamburger Airport, um gemeinsam mit uns gegen diese nicht hinnehmbare Flüchtlingspolitik und die rassistische Kackscheisse überall zu protestieren.

Wir fordern, dass Geflüchtete nicht abgeschoben, sondern anständig untergebracht werden. Die Politik und wir alle müssen dafür sorgen, dass sie so weit wie möglich in normalem sozialem Wohnraum leben können, statt in isolierenden Massenunterkünften oder auf der Strasse. Geflüchteten muss ein gleichwertiger Zugang zur sozialen Wohnraumpolitik ermöglicht werden und gerade wegen dem überall vorhandenen Mangel an bezahlbarem Wohnraum müssen die nötigen Anstrengungen unternommen werden, damit alle Bedürftigen anständig wohnen können. Dies ist möglich und bezahlbar, wenn man es politisch will.

Wir fordern den Senat deshalb auf, seine rassistische Politik zu beenden und Verantwortung zu übernehmen für die Menschen, die hier Schutz, Frieden oder einfach nur ein besseres Leben suchen. Die Aufnahme von Geflüchteten ist eigentlich eine europäische Aufgabe, doch mit dem sogenannten Dublin-II- Abkommen werden die EU-Mittelmeer- und Grenzländer allein zuständig gemacht für die Flüchtlingsunterbringung und das Asylverfahren. Das führt dazu, dass Menschen wie Aktenordner von einem Land zum anderen geschoben werden. Aber die Situation von Geflüchteten – ob mit oder ohne Anerkennung – ist in den EU-Mittelmeer- und Grenzländern, wie z.B. in Italien menschenunwürdig und widerspricht selbst EU-Standards, wie bereits viele Gerichte festgestellt haben. Es ist eine Schande, dass der Hamburger Senat den Geflüchteten trotzdem weiter das Recht auf Aufenthalt, Unterbringung und Arbeitserlaubnis hier verweigert.

Wir solidarisieren uns mit den Geflüchteten und in ihrer Forderung nach einem Aufenthaltsrecht in Deutschland. Darüber hinaus fordern wir die Abschaffung der Dublin-Verordnung, die freie Wahl des Aufenthaltsortes und Bewegungsfreiheit für alle – hier und anderswo.

Um Europa keine Mauer – Bleiberecht für alle und auf Dauer!

Kein Abschiebeknast in Hamburg oder anderswo!
Bleiberecht für alle!

> Veranstaltung auf Facebook.

free the four – Soli KüfA: Film- und Diskussionsabend zur Hambacher Forst Besetzung

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Auszug aus einer Solierklärung[1]

„Seit dem 07.10. und 22.10.2015 sitzen Marte, Florian und Mr. Blue in Untersuchungshaft in Köln und Aachen. Unseren Compas wird „Widerstand gegen die Staatsgewalt und Störung von Betriebsabläufen der RWE“ zur Last gelegt.

Die Ereignisse sind komplizierter, als sie im ersten Augenblick scheinen mögen.

Seit vielen Jahren leisten Menschen im Rheinland Widerstand gegen die von Regierung, Kommunen und Konzern durchgeführte Gewinnung von Energie aus Kohle und Atom. In den letzten Jahren haben die Auseinandersetzungen ein neues Gesicht bekommen. Es werden Schnittpunkte zu anderen Kämpfen weltweit aufgezeigt. Denn lebensfeindliche Technologien und Verhältnisse finden sich rund um den Erdball.
Unsere im Einzelnen geführten Kämpfe müssen als ein gemeinsamer, permanent stattfindender Widerstand gesehen werden.
Die Ausbeutung und Unterdrückung unserer selbst und der Natur , zeigen sich in sehr vielen alltäglich Situationen. Sie sind die Standbeine der Gesellschaft, in der wir leben. Sie zu erkennen und zu beschreiben, um daraus ein Handeln zu ermöglichen, sind die Vorraussetzungen für ein Leben in Freiheit.

Diese Erklärung dient dem Durchbrechen des Schweigens und Wegschauens zu der derzeit stattfindenden Repression, Überwachung und Errichtung von Grenzen. Er soll den Menschen Kraft geben, die hinter den dicken Wänden der Knastachitektur unserer Gesellschaft sitzen.

Wir solidarisieren uns mit den Kämpfenden und von Repression betroffenden Compas.

Ihr seid nicht alleine!“

Mehr Infos zur Hambacher Forst Besetzung: http://hambacherforst.blogsport.de/

Mittlerweile sitzt auch eine vierte Person der Wiesenbesetzung in U-Haft, weil sie angeblich in einem Supermarkt Waren gestohlen habe – im Wert von wenigen Euro[2].

Deshalb sagen wir Free the Four!

Wir möchten im Rahmen der LiZ-Küfa (Karolinenstr. 21) am 13.12. ab 20 Uhr mit euch gemeinsam vegan Essen und anschließend eine 40-Minütige Doku über die Hambacher Forst Besetzung zeigen und Raum geben für eine anschließende Diskussionsrunde, falls ihr möchtet.

Es wird darüber hinaus die Möglichkeit geben, den vier Aktivistis Briefe zu schreiben, um ihnen auch von Hamburg aus unsere Solidarität zu zeigen.

Außerdem werden wir kurz etwas zur aktuellen Lage (Rodungssaison) im Hambacher Forst sagen.

Die Einnahmen des Abends gehen zum Teil an das LiZ, welches gerade die Küche erweitert hat und zum Teil an die Hambacher Forst Besetzung.

Wir freuen uns auf euch!

Falls ihr uns helfen wollt, für die Veranstaltung zu mobilisieren, haben wir euch hier eine Druckvorlage erstellt. Darauf sind auf einer DIN A4 Seite 4 Flyer, jeweils mit Vorder- und Rückseite.

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[1] http://hambacherforst.blogsport.de/2015/11/27/solidaritaetserklaerung-aus-dueren/
[2] http://hambacherforst.blogsport.de/2015/11/27/vierte-person-in-u-haft/

Bildquelle: http://hambacherforst.blogsport.de/hambi-buch/

6.9.2015 im LiZ: Kuchen, KüFa und Musik für die Hambacher Forst Besetzung! (Live Musik: Gab De La Vega, Mona&Hummel, Efa Supertramp)

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Kuchen, KüFa und Musik für die Hambacher Forst Besetzung!

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Aufruf
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Im Rahmen der Aktion “ Ende Gelände“ fanden am Wochenende auch im Tagebau Hambach mehrere erfolgreiche Blockaden statt (Mehr Infos). Wir solidarisieren uns mit diesen Aktionen und möchten Geldspenden für die Aktivist*innen sammeln, um Aktion und Rechtshilfekosten zu finanzieren.

Am 6.9. werden wir deshalb im Rahmen der Sonntags KüFa im Libertären Zentrum (Karolinenstr. 21) eine Soli-Veranstaltung zu Gunsten der Hambacher Forst Besetzung organisieren (Die Veranstaltung auf Facebook).

Timeline:

Ab 16 Uhr: Veganes Kuchenbuffet
Ab 19:00 Uhr: Vegane KüFa
Ab 19:30 Uhr: Live Musik! System- und Gesellschaftskritische Musik mit schönen und wichtigen Texten!

- Mona & Hummel
- Gab De La Vega
- Efa Supertramp

Damit wir ein möglichst großes Kuchenbuffet anbieten können und viel Soli Geld zusammenkommt (Damit vielleicht auch ein bisschen für die Musiker*innen übrig bleibt), freuen wir uns sehr über vegane(!) Kuchen, Muffins und andere, leckere Süßspeisen-Spenden!

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Schanzenfest und Nolympische Spiele
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Parallel dazu findet das diesjährige Schanzenfest statt. Unter dem Motto „No 2024 – Antiolympia goes Schanzenfest“ lebt es den antiolympischen Gedanken. Für ein Olympia des Widerstands – Feuer und Flamme für Hamburg!

Aus dem Aufruf:

„Viele antiolympische Disziplinen sollen auf und um das Fest herum ausgetragen werden. Wie immer ist das Schanzenfest kein fertiges Event, sondern eine Plattform für alle, die eigene Sportarten und andere Beiträge veranstalten wollen. Dazu Musik, Infos, Essen + Trinken und Anwohner*innen-Flohmarkt in der Bartels-, Schanzen-, Ludwig- und Sternstraße (wie letztes Jahr). Professionelle Stände sind unerwünscht.“

Mehr Infos:
- aosf.blogsport.de

Kommt vorbei und bringt eure Freund*innen mit, wir freuen uns auf euch!

In Bewegung kommen – gegen mörderische Braunkohle, für eine anarchistische Perspektive!

Für die Befreiung von Mensch, Tier und Natur!

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Hintergrund
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Der Hambacher Forst, den mensch Mitteleuropas letzen „Urwald“ nennen könnte, wird gerodet für Europas größten Klimakiller – RWEs Rheinisches Braunkohlerevier. Dafür werden außerdem ganze Dörfer, und die Gesundheit von Menschen zerstört. Um all das zu verhindern besetzen wir den Hambacher Forst und beteiligen uns an anderen effektiven und direkten Aktionen.

Der Hambacher Forst war und ist einer der naturwüchsigsten Wälder Mitteleuropas, der schon seit 12 000 Jahren ununterbrochen existiert was hier so gut wie einmalig ist. Er könnte als letzter Urwald Mitteleuropas bezeichnet werden. (Mehr Informationen zum Wald). Der Hambacher Forst war einst 5.500 Hecktar groß. Der größte Wald der Region zwischen Köln und den Niederlanden. Heute stehen nur noch 1.100 Hecktar. Der Rest ist RWE und dem Braunkhohletagebau Hambach zum Opfer gefallen. Wenn wir RWE nicht stoppen wird das gleiche auch mit den verbliebenen Restflächen passieren. Dabei geht es aber nicht nur um den Wald, sondern auch um Klima, Gesundheit, Umsiedlung und die Frage: Wer entscheidet?
Das Rheinische Braunkohlerevier, teil dessen der Hambacher Tagebau ist, ist der größte Einzelemittend von CO2 in Europa. Es produziert soviel Feinstaub wie der gesamte Autoverkehr in Deutschland nicht. Bis nach Köln und dem gesamten Ruhrpott hat das extreme gesundheitliche Auswirkungen – zumal der Feinstaub radioaktiv ist. Nicht nur der Wald kommt für den Tagebau weg, sondern auch ganze Dörfer. Bei der Umsiedlung zeigt sich das Herrschaftssystem ohne das der Kohleabbau nicht möglich wäre von der hässlichsten Seite.

Der Hambacher Forst war seit dem 14 April 2012 von Kohlegegner_innen besetzt und wurde im November brutal von 600 Polizist_innen in vier Tagen geräumt. Seitdem besteht eine Neubesetzung am Rande des Hambacher Forstes auf einer Wiese. In dieser Zeit wurde der Wald mehrmals besetzt und wieder geräumt. Derzeit gibt es 3. neue Waldbesetzungen.Neben dem Erhalt des Waldes geht es den Besetzer_innen um die Frage wie wir in Zukunft wirtschaften wollen, wenn wir nicht das Klima dieser Erde opfern wollen. Die Verbrennung fossiler Energien gehört sicherlich nicht dazu. Genausowenig wie ein Wirtschaftssystem, dass auf einem Wachstumszwang basiert, und die Produktion nicht an den BBedürfnissen der Menschen ausrichtet. (Text: http://hambacherforst.blogsport.de/infos-zum-wald/hambacher-forst/)

Mehr Infos über die Hambacher Forst Besetzung gibt es hier:

- Blog
- 40 minütige Doku auf YouTube

Mahnwache gegen die Tierausbeutung im Tierpark Hagenbeck

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Mahnwache gegen die Tierausbeutung im Tierpark Hagenbeck


Am 29.08.2015 werden wir von 17:30 bis 20:30 Uhr vor dem Haupteingang vom Hamburger Zoo Hagenbeck (Lokstedter Grenzstraße, 22527 Hamburg) gegen die „Romantik-Nächte“ und die Tierausbeutung durch Hagenbeck im Allgemeinen protestieren!

Die Veranstaltung auf Facebook

Zwei wichtige Dinge zur Mahnwache:

1. Wir distanzieren uns von menschenverachtenden Ansichten und Ideologien wie: Ras­sis­mus, Fa­schis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus, Ho­mo­pho­bie, Se­xis­mus, und Ähn­li­chem. Menschen die solche Ansichten/Ideologien haben bzw. mit diesen sympathisieren, sind auf unseren Veranstaltungen nicht willkommen!

2. Wenn ihr eigene Banner, Schilder u.ä. mitbringt, wünschen wir uns eine inhaltliche Thematisierung ohne Logo, Schriftzug und/oder Werbung für Vereine oder Parteien.

Hintergrund:

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„Romantik-Nächte“
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Die „Romantik-Nächte“ erleben die 1860 Tiere im Zoo Hagenbeck als zusätzlichen Stress zum ohnehin hektischen Zooalltag. Die Tiere können an diesen Tagen noch nicht einmal nachts zur Ruhe kommen. Stattdessen müssen sie laute Musik, ein Feuerwerk innerhalb des Parks und Besucher*innen zu ungewohnten Zeiten ertragen. Im Zoo werden viele Tierarten aus den unterschiedlichsten Kontinenten gefangen gehalten. Deshalb sind die abgespielten Urwaldgeräusche für viele Tiere unbekannt und wirken deshalb verstörend. Auch die „Sonderattraktionen“, wie z.B. Ponyreiten und zusätzliche Elefantenshows, machen Tiere weder gerne noch freiwillig mit. Anfangs werden sie durch Schläge und Futterentzug dressiert und zum Gehorchen gezwungen, irgendwann wird ihr Wille gebrochen und sie resignieren.
Mit den „Romantik-Nächten“ ergreift das Unternehmen Hagenbeck eine weitere Möglichkeit, Geld zu verdienen, ohne Rücksicht und ohne das geringste Interesse am Wohlergehen der eingesperrten Tiere, die der zusätzlichen Belastung schutzlos ausgeliefert sind.

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Familienimperium Hagenbeck
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Die Familie Hagenbeck verdient bereits seit 1848 am Tierleid. Der Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck stellte zum ersten Mal gefangene Tiere „für ein Schaugeld“ aus. Sein Sohn Carl Hagenbeck sah in der Idee, Tiere und „Wilde“ zusammen zu präsentieren, eine weitere Einnahmequelle. 1875 fanden im Zoo Hagenbeck die ersten „Völkerschauen“ (auch „Negergucken“ genannt) statt. Angehörige aus damals weniger bekannten Kulturkreisen wurden im nachgestellten Lebensumfeld, mit Alltagsgegenständen und in typischer Kleidung arrangiert, zwischen den Tieren im Zoo ausgestellt. Bis Ende der 1920er Jahre blieb diese widerliche Form des Rassismus bestehen und wurde vom Zoo als Beitrag zur Wissenschaft bemäntelt.

2013 offenbarte die Familie Hagenbeck ihre Einstellung gegenüber Geflüchteten, indem sie erfolglos versuchte, ein geplantes Flüchtlingscamp zu verhindern. Die umstrittene Fläche wollte das Unternehmen Hagenbeck weiterhin als Besucherparkplatz nutzen.

Damals Völkerschauen, heute Engagement für den Schutz bedrohter Tierarten. So präsentieren sich Hagenbeck und andere Zoos gerne im Dienste der Wissenschaft. Unter dem Deckmantel Umweltschutz und Artenschutz gründeten Zoodirektor*innen Mitte der 1980er Jahre das „Europäisches Erhaltungszuchtprogramm“ (EEP). Der tatsächliche Grund für das EEP war, dass mensch das negative Image der Zoos aufwerten wollte, um so sinkenden Besucherzahlen entgegen zu wirken. Die im Rahmen dieses Programms getätigten „Auswilderungen“ zwischen 1960 und 1990 erschöpften sich im simplen Aussetzen von Tieren und scheiterten folglich. Hauptursache für den Misserfolg waren fehlende Lebensräume und die mangelnde Eignung der Tiere.

Die Bezeichnung „Erhaltungszuchtprogramm“ kann nur sarkastisch genannt werden. Gezüchtet werden Tierbabys, die die Zoobesucher*innen interessant und niedlich finden. Wenn die Elterntiere die Jungen nicht annehmen, nutzt der Zoo diese Situation gerne, um sie publikumsträchtig mit der Flasche aufzuziehen.

Um den Nachschub an Tierjungen zu sichern, schrecken die Zoos weder vor Mischlings-, Inzest-Zucht, noch vor Inzucht zurück. Wenn die Tiere älter werden und nicht mehr so „putzig“ aussehen, landen sie mit anderen, „überschüssigen“, ehemaligen Tierbabys im zooeigenen Schlachthaus, oder werden an Zirkusse oder Privathaushalte verkauft.

Die Fangmethoden, um frei lebende Tiere für den Zoo zu beschaffen, haben absolut nichts mit Artenschutz oder Arterhaltung gemeinsam. Um an die begehrten Jungtiere heranzukommen, werden die anderen Tiere der Herde getötet, oder zumindest stark verletzt, so dass sie sich nicht mehr wehren und die Jungtiere schützen können. Während des Transportes in die Zoos sterben viele Tiere, wie schon zu Carl Hagenbecks Zeiten. Sie sterben durch Verletzungen, an stressbedingten Folgen oder ersticken. Die Überlebenden erwartet die lebenslange Haft im Zoo. Die Familie Hagenbeck glorifiziert bis heute den Tierhandel.

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Traurige Tradition
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Die ersten zooähnlichen Tierhaltungen gab es bereits 2000 v. Chr. In China . Seit langem werden Tiere in Gefangenschaft als Unterhaltungsprogramm genutzt. Gerne inszeniert sich das Zoopersonal und natürlich die/der Zoodirektor*in mit imposanten Tieren. Es soll den Zuschauer*innen vermittelt werden, dass das gefährliche Tier gezähmt wurde und nun der untertänige und dankbare Freund des Menschen ist.

Die traurige Wahrheit ist, dass der Mensch keineswegs das Leiden des eingesperrten Individuums erkennt. Die Institution Zoo ist konstruiert auf einer Mensch-Tier-Beziehung, die ein Herrschaftsverhältnis darstellt. Das Grundverständnis dieses ist, dass der Mensch berechtigt ist, sich jedes nichtmenschliche Tier zu Nutze zu machen. Das nicht-menschliche Tier wird also geritten, ausgestellt, gegessen oder gestreichelt, je nachdem wie es seinem „Herrn“, dem menschlichen Tier, gefällt.

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Durch den Leidensdruck entwickelte Verhaltensstörungen
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Die Gefangenschaft führt bei nahezu allen Tieren zu Verhaltensstörungen. Das Revier eines polnischen Wolfes kann bis zu 350 Quadratkilometer groß sein. Im Verhältnis dazu ist sein Bereich im Zoo verschwindend klein. Um ihren Bewegungstrieb auszuleben, laufen die Wölfe oft stundenlang am Zaun auf und ab. Ein Betonboden führt nicht selten zu wundgelaufenen Pfoten.

Gorillas und andere Affen verhalten sich, wie ihnen zumute ist. Sie erbrechen sich, essen das Erbrochene um sich daraufhin sofort wieder zu übergeben. Andere Tiere wiegen ihren Kopf hin und her, hetzen am Maschendrahtzaun auf und ab oder fressen ihre Gliedmaßen ab.

Ursächlich für diese psychosomatischen Reaktionen ist, dass die Tiere im Zoo nicht annähernd ihre natürlichen Bewegungsräume nutzen und Verhaltensweisen ausleben können. So durchkreuzen afrikanische Elefanten die Savanne und suchen Wasserstellen auf. Dort trinken und betreiben sie Körperpflege. Außerdem sind die Wasserstellen auch Treffpunkte für andere Herden, so dass wichtige soziale Interaktionen stattfinden. Junge Bullen nutzen diesen Ort zur Paarung. Elefantenherden basieren auf einem enges soziales Gefüge. Wie unerträglich muss es sein, wenn aus der Freiheit kommende Elefanten auf dem eng begrenzten Raum eines Elefantengeheges mit bereits psychisch erkrankten Artgenossen zusammengepfercht und zwangsintegriert werden.
Eisbären, von Natur aus Einzelgänger, werden im Zoo in Gruppen gehalten. Dies führt oftmals zu gegenseitigen Verletzungen, mitunter bis zum Tod eines der Bären.

Statt einzugestehen, dass die grenzenlose Langeweile die Tiere in die Apathie zwingt, präsentiert beispielsweise der Zoo Krefeld eine „Fachfrau für Tierbeschäftigung“, die mit den „spaßigen“ Orang-Utans noch „spaßigere“ Bilder malt. Anschließend werden die Bilder auf T-Shirts gedruckt und von einem trendy Label verkauft. An dieser Stelle wird deutlich, dass der Nutzen des Orang-Utans im Zoo ausschließlich dem Profit dient. Doppelte Tierausbeutung bedeutet doppelter Profit.

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Fazit
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Der Zoo leistet, entgegen zahlreichen Slogans aus der Eigenwerbung, weder einen Beitrag zur Wissenschaft noch zum Artenerhalt. Stattdessen betreiben Zoos Tierzucht aus eigenem wirtschaftlichen Interesse. Sie tragen durch Tierfänge aus der freien Natur zum weltweiten Artenschwund bei.

Entgegen der vollmundigen Beteuerungen, echte Naturerlebnisse zu bieten, zeigen Zoos tierliche Individuen in Gefangenschaft und deren Leiden.
Der einzige Zweck des Zoos ist Profit zu schlagen.

Bis jeder Käfig leer ist.
Artgerecht ist nur die Freiheit!
ZOOs gehören… ABGESCHAFT!!!

Beach Clean Up & Veganes Grillen am 12. Juli 2015

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Flaschen, Dosen, Wattestäbchen, Holz, Kanister, Zigarettenkippen, Plastiktüten: Jedes Jahr werden lt. Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNPE) 6,4 Millionen Tonnen Abfälle in die Meere gekippt und bedrohen damit die vielfältigen Lebensräume von Pflanzen und Tieren.

Problematisch sind diese Abfälle vor allem, da sie die Wohn-, Ess- und Kinderzimmer vieler Tiere verschmutzen. Besonders gefährlich bis tödlich ist die Aufnahme von Plastikabfällen über und durch die Nahrung. Das sind zum einen größere Teile, die den Verdauungstrakt verstopfen und so eine weitere Nahrungsaufnahme verhindern. Zum anderen reichern sich sog. “Mikropartikel” im Körper der Tiere an und können das Erbgut schädigen und verändern. (Artikel dazu | Video dazu)

Das Problem zu kennen bedeutet, etwas dagegen unternehmen zu können. Deshalb werden wir am Elbstrand Övelgönne einen sogenannten “Beach Clean Up” veranstalten. Damit wir möglichst viel Plastik, Glas, Zigarettenfilter und vieles mehr einsammeln können, laden wir alle herzlich ein, sich daran zu beteiligen. Bringt eure Freund*innen, die Familie und alle Interessierten mit. Je mehr dabei sind, desto mehr Müll können wir einsammeln.

Eine Anmeldung ist nicht nötig und Müllsäcke, Greifzangen sowie Handschuhe werden vor Ort gestellt.

Im Anschluss möchten wir mit euch zusammen vegan grillen. Das Konzept ist so simpel wie großartig: Jede*r bringt etwas Veganes mit, so haben wir am Ende ein großes und reichhaltiges Buffet zur Verfügung.

Vegane Rezeptideen und -vorschläge findet ihr unter www.veganguerilla.de, www.laubfresser.de und www.rezeptefuchs.de. Aus Respekt vor allen Tieren bitten wir darum, ausschließlich vegane Lebensmittel mitzubringen, vielen Dank.

Was: Beach Clean Up & Veganes Grillen

Wann: 12.07.2015 ab 11:30 Uhr

Wo: Treffpunkt Elbkate, Övelgönner Hohlweg 12 Elbstrand Höhe Schröders Elbpark

Animal Liberation Network
aln.blogsport.de